Interview mit Prof. Dr. Kis-Katos

Zum Wintersemester hat Professorin Krisztina Kis-Katos die Nachfolge von Prof. Ohr angetreten. Zu diesem Anlass traf sich der Fachschaftsrat mit ihr zum Begrüßungsinterview.

Neben der Uni Göttingen gab es auch einen Ruf aus Jena. Warum haben Sie sich für Göttingen entschieden?

Ich bin sehr froh, in Göttingen zu sein und habe mich bewusst für diese Uni entschieden. Die Universität bietet viele Vorteile für Volkswirte. Ich kann an vorhandenes Wissen anknüpfen und man ist sehr gut vernetzt.

Welche Eindrücke konnten Sie bereits von der Stadt und der Universität sammeln?

Ich bin erst vor ein paar Wochen hergezogen und muss die Stadt noch kennenlernen. Das was ich bis jetzt gesehen habe, finde ich allerdings sehr schön! Ich lerne langsam meine neuen Kollegen und die Doktoranden kennen.

Woran haben Sie in Freiburg/Dortmund gearbeitet und was wird Sie künftig in Göttingen beschäftigen?

Der Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftspolitik passt überraschend gut zu meinen Themen. Ich habe zu den verschiedensten Themen gearbeitet wie z.B. Terrorismus, Regenwaldabholzung und Entwicklung und war sehr aktiv im Bereich „Data crunching“.

Was für neue Seminare und Vorlesungen werden Sie anbieten? Wird es einen Bezug zu Ihrer Forschung geben?

Ich lerne sehr viel aus meiner Lehre und praktiziere viel und gerne Projektarbeit mit Studierenden. Im Sommersemester habe ich in Dortmund ein Projekt mit Masterstudenten zum Thema „Segregation in Städten“ durchgeführt. Das bedeutet konkret, dass wir untersucht haben, welchen Einfluss der Wohnort innerhalb einer Stadt auf die Bildung hat. Die Studierenden hatten dort die Möglichkeit, selbst Daten aufzubereiten und auszuwerten. So führt man sie schrittweise an wissenschaftliches Arbeiten heran. Ich werde diesen Winter in Göttingen eine Vorlesung und Datenübung zu Regionalökonomik anbieten, in denen es um eine Analyse von Stadtentwicklung mit Hilfe von Daten gehen wird. Die Prüfungsleistung möchte ich in Form einer schriftlichen Analyse zu einem Thema aus der Vorlesung gestalten.

Ein Modul wird Makro sein. Könnten Sie sich vorstellen ein gemeinsames Skript mit Ihren Kollegen zu erarbeiten?

Tatsächlich habe ich überlegt, wie ich meine Vorlesung gestalten möchte. Dass verschiedene Professoren leicht verschiedene Schwerpunkte setzen, ist sicherlich nicht ganz zu vermeiden, wobei Makroökonomik immer dieselbe bleibt. Meiner Meinung nach lässt zuviel Text auf den Folien die Studierenden einschlafen. Ich persönlich finde interaktive Lehre sehr wichtig und werde versuchen, Möglichkeiten zur Selbstkontrolle in Stud.IP zu schaffen. Ein gemeinsames Skript zu erstellen hängt meiner Meinung nach von vielen verschiedenen Faktoren ab, da jeder Professor seine Vorlesungen anders gestaltet.

Bei Göttinger Studierenden ebenfalls beliebt sind Aufzeichnungen und Altklausuren. Werden Sie diese den Studierenden zur Verfügung stellen?

Altklausuren kann ich natürlich keine bieten, aber wir haben uns überlegt, im Laufe des Semesters einige Selbsttests zur individuellen Lernkontrolle online anzubieten. Aber wenn jemand die Übungsaufgaben gut lösen kann, ist der Großteil der Klausurvorbereitung schon geleistet. Folien und Ton aus Makro 1 werden auch aufgezeichnet und im Stud.IP hochgeladen. Meine Seminare werde ich etwas anders gestalten. Die Studierenden sollen sich zunächst mit der Struktur ihrer Seminarabeit beschäftigen und diese nach 5 Wochen vorstellen, im Anschluss wird mit dem Schreiben der Seminararbeit begonnen. So möchte ich bewirken, dass die Studierenden sich intensiv mit ihrer Thematik und Gliederung der Seminararbeit auseinandersetzen. Außerdem kann so das Präsentieren einer wissenschaftlichen Arbeit geübt werden und man bekommt Feedback vom Dozenten und der Gruppe. Zusätzlich wird es Schreib- und Präsentationstraining vor der Abgabe bzw. Präsentation der Seminararbeit geben.

Wir danken für das nette Interview und wünschen einen guten Start.

 

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